schwangerRisiken

Obwohl sich die Reise der befruchteten Eizelle recht unkompliziert anhört, kann sie doch mit einigen Gefahren bzw. Risiken verbunden sein. Bis die befruchtete Eizelle schließlich bei der Gebärmutter ankommt, können rund vier bis fünf Tage vergehen. Während dieser Reise ist die befruchtete Eizelle Faktoren wie Stress oder anderen ungünstigen Einflüssen wie zum Beispiel Fieber u.v.m praktisch schutzlos ausgeliefert, denn diese können die recht empfindliche, befruchtete Eizelle in ihrer Entwicklung stören. Wenn sich die Eizelle nicht entwickeln, bzw. regenerieren kann, so stirbt sie ab (Alles-oder-Nichts-Prinzip) - laut Statistik schaffen nur rund 20 bis 25 Prozent der befruchteten Eizellen diese Wanderung. Wenn die befruchtete Eizelle bzw. der Embryo also wohlbehalten in der Gebärmutter angekommen ist, die übrigens auf deren Ankunft vorbereitet ist, findet die so genannte Einnistung statt und der Embryo wächst zu einem Baby heran.

Bei der Einnistung allerdings kann es zu einer so genannten Einnistungsblutung kommen - eine Einnistungsblutung kann – wie der Begriff schon vermuten lässt - dann entstehen, wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnistet. Zu dieser Blutung kommtes, da sich die Blutgefäße der Gebärmutterschleimhaut bei der Einnistung erweitern und öffnen – dabei können diese dann auch platzen, wodurch dann die Blutungen entstehen. Diese Art von Blutung bezeichnet man zumeist als eine Schmierblutung – hierbei handelt es sich um eine Art Ausfluss, der leicht bräunlich und von der Konsistenz her schmierig ist.

Bei der so genannten Eileiterschwangerschaft landet die befruchtete Eizelle am Ende nicht in der Gebärmutter, sondern verfängt sich auf ihrem Weg dahin im Eileiter und wächst dort fest. Ebenfalls kann die berfuchtete Eizelle auch in den Eierstöcken, dem Gebärmutterhals und der Bauchhöhle stecken bleiben. Bei einer Eileiterschwangerschaft kann es sein, dass die Frau zu Beginn gar keinen Unterschied zu einer normalen Schwangerschaft bemerkt – denn auch hier kann die Regelblutung ausbleiben und auch der Schwangerschaftstest ist wie bei einer normalen Schwangerschaft positiv. Bemerkbar machen kann sich die Eileiterschwangerschaft jedoch auch durch ungewöhnliche Schmerzen im Unterleib, Blutungen und allgemeinem Unwohlsein, wie zum Beispiel Schwindel und Ohnmachtsgefühle. Sollte dies angezeigt sein, so sollte man schnellstens den Notarzt rufen, denn bei einer Eileiterschwangerschaft können die Eileiter reißen, was innere Blutungen zur  Folge haben kann, die lebensbedrohlich sein können. Festgestellt werden kann die Eileiterschwangerschaft durch einen vaginalen Ultraschall als auch durch Abtasten des Bauches. Im Falle einer Eileiterschwangerschaft gibt es mehrere Möglichkeiten, diese zu entfernen, bzw. aufzulösen. Zuerst einmal kann eine Behandlung mit einem Zellgift erfolgen, was intravenös verabreicht wird und bewirkt, dass die befruchtete Eizelle abstirbt. Sollte dies nicht helfen, so hilft nur noch eine Operation – bei einer Bauchspiegelung, die dazu dient, die Diagnose zu erstellen, kann die befruchtete Eizelle oftmals gleich mitentfernt werden – dies geschieht durch kleine Einschnitte in die Bauchdecke, durch die die Eizelle dann entfernt werden kann. In schlimmeren Fällen ist der Eileiter so stark beschädigt, dass er gleich mit entfernt werden muss – dies versucht man jedoch auf jeden Fall zu vermeiden, so es irgendwie möglich ist. Wenn eine Frau einmal eine Eileiterschwangerschaft hatte, so besteht ein gewisses Risiko zu weiteren Eileiterschwangerschaften – hierbei geht man von 10 bis 20 Prozent aus. Können beide Eileiter nach einem Eingriff erhalten bleiben, so liegt die Chance auf eine anschließende normale Schwangerschaft bei 20 bis 60 Prozent und bei nur einem Eileiter bei 20 bis 50 Prozent.